Über mich

Autobiografie eines Klempners

Geboren wurde ich im August  1957 in Bad- Saarow als Sohn von Elisabet und Franz Patzke aus Fürstenwalde/ Spree.
Abschluss der 10 klassigen Oberschule „ Hans- Beimler“ in Fürstenwalde. Von 74 bis 76 lernte ich im „Chemie- und Tankanlagen Baukombinat Fürstenwalde“ Zerspanungsfacharbeiter. Im Oktober 76 habe ich meine Frau geheiratet und im Dezember danach kam unsere Tochter zur Welt. Ab 1980 war ich als Reifenmacher im Reifenkombinat Fürstenwalde tätig. Unser Sohn wurde  1983 geboren.

Nach kurzer Arbeitslosigkeit ergriff  ich die Initiative und suchte einen Beruf, den alle Menschen brauchen und niemand ohne diesen auskommt. Die Auswahl war klein Zahnarzt -nochmal studieren und in meinem Alter, Friseur -konnte ich die weibliche Seite an mir nicht finden und Gas- Wasser- schädliche Abfallstoffe!
Also schulte ich 1992 zum Gas- Wasser- Installateur in einer Heizungsbaufirma um, was glaube ich die ideale Kombination war. Kunststoff und Metall liegt mir im Blut und jeden Tag neuen Leuten zu helfen ist sehr schön.
Meine Gesellenprüfung legte ich 1995 in Hennickendorf  vor der Handwerkskammer  Frankfurt / Oder ab. Seit dem arbeite ich in verschiedenen Firmen als Kundendienstmonteur. 2000 ging ich in die Selbstständigkeit aber die Zahlungsmoral der Kunden die Wirtschaftlichkeit und sind so meine Probleme.

Seit  2005 arbeite ich mit meinem guten langjährigen Freund Ilhan zusammen und ich muss sagen nicht nur deutsche Mitbürger bauen Häuser es gibt auch noch Eigentumswohnungen, Dönerläden oder Fabriken. Jetzt ist von Fließbandarbeit keine Rede jeden Tag ein neuer Ort und eine neue Herausforderung.
Und der tägliche Kundendienst bleibt da auch noch, von verstopften Abflüssen, ausgefallenen Heizungen, tropfenden Mischbatterien und Rohrbrüchen. Auch nach der Waschmaschine und Geschirrspüler wird mal gesehen, wenn man schon mal da ist.

Auto

Abschließend noch ein Wort über den Unterschied zwischen Maler und Fachhandwerker auf dem Bau. Der Maler kommt mit einer Plastiktüte  (Lammfellrolle und Heizkörperpinsel) und der Klempner z.B. mit einer fahrenden Werkzeugkiste (2,8 t), beiden wird das Material vom Händler gebracht.

Bis die Umweltplakette uns scheidet !

Es ist soweit ich habe genug bezahlt und bin nicht die Melkkuh der Nation, ich habe mein Fortbewegungsmittel getauscht. Ende mit der fahrenden Ersatzteilkiste, jetzt habe ich nichts mehr bei außer meinem Werkzeug. Und einige Arbeiten wie Verstopfungen werden nicht mehr so aus dem Stand ausgeführt sondern erst zum Lager und Werkzeug wechseln , also 1-2 Stunden später und ca. 60 € teurer.

Und an die lieben Fahrzeughersteller

Ihr baut nur Handwerkerunfreundlichen Schrott !

Ich brauche keinen 800 kg Nutzlast Schnellroster mit einem Kraftstoffverbrauch wie eine Formel 1 Wagen und ein Parkplatzverbrauch wie ein Tieflader!